Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: 9. September 2026
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Aufträge, die zwischen Tarvenquo (nachfolgend "Auftragnehmer") und Kunden (nachfolgend "Auftraggeber") im Bereich Schneiderei, Änderungen und Reparaturen von Kleidungsstücken geschlossen werden. Abweichende Bedingungen des Auftraggebers haben keine Gültigkeit, sofern der Auftragnehmer diesen nicht ausdrücklich schriftlich zugestimmt hat.
A. Vertragsschluss und Auftragserteilung
Ein Auftragsverhältnis kommt zustande, wenn der Auftraggeber ein Kleidungsstück zur Bearbeitung übergibt und der Auftragnehmer die Bearbeitung schriftlich oder mündlich bestätigt. Die Übergabe des Kleidungsstücks gilt als Angebot zum Abschluss eines Werkvertrags gemäß §§ 631 ff. BGB. Die Annahme erfolgt durch die Bestätigung des Auftragsnehmers.
Vor Beginn der Arbeiten wird ein Kostenvoranschlag erstellt, der die voraussichtlichen Kosten benennt. Dieser Kostenvoranschlag ist unverbindlich. Ergeben sich bei der Ausführung unvorhergesehene Mehraufwendungen, die den Kostenvoranschlag um mehr als 15 % übersteigen, wird der Auftraggeber vorab informiert und um Zustimmung gebeten.
B. Leistungsumfang
Der Auftragnehmer erbringt Schneiderarbeiten, Änderungen und Reparaturen an Kleidungsstücken nach Maßgabe des erteilten Auftrags. Der Auftragnehmer ist berechtigt, den Auftrag abzulehnen, wenn die Ausführung technisch nicht möglich ist, das Kleidungsstück in einem Zustand ist, der eine sinnvolle Bearbeitung ausschließt, oder die Bearbeitung ein unverhältnismäßig hohes Risiko der Beschädigung mit sich bringt.
In diesen Fällen wird der Auftraggeber unverzüglich informiert und das Kleidungsstück zurückgegeben. Eine Vergütung für die Begutachtung wird nicht erhoben.
C. Preise und Zahlung
Die auf der Website genannten Preise sind Richtwerte inkl. der gesetzlichen Mehrwertsteuer. Der verbindliche Preis wird im Rahmen des Kostenvoranschlags festgelegt. Die Zahlung ist bei Abholung des Kleidungsstücks fällig. Wir akzeptieren Barzahlung und gängige Kartenzahlungen. Eine Vorauszahlung kann bei Aufträgen mit besonderem Materialaufwand vereinbart werden.
Bei Nichtabholung des fertiggestellten Kleidungsstücks innerhalb von drei Monaten nach Fertigstellungsmitteilung ist der Auftragnehmer berechtigt, das Kleidungsstück nach schriftlicher Androhung zu entsorgen oder anderweitig zu verwenden. Der Vergütungsanspruch bleibt davon unberührt.
D. Fertigstellungstermine
Fertigstellungstermine werden nach bestem Wissen und Gewissen vereinbart, sind jedoch unverbindlich, sofern nicht ausdrücklich ein verbindlicher Termin schriftlich vereinbart wurde. Bei Verzögerungen informiert der Auftragnehmer den Auftraggeber so früh wie möglich. Eilaufträge können gegen einen Aufpreis vereinbart werden.
E. Haftung und Gewährleistung
Der Auftragnehmer haftet für Schäden an Kleidungsstücken, die nachweislich durch unsachgemäße Ausführung der vereinbarten Arbeiten entstanden sind. Die Haftung beschränkt sich auf den Zeitwert des beschädigten Kleidungsstücks. Eine Haftung für vorbestehende Schäden, Materialfehler oder altersbedingte Verschleißerscheinungen ist ausgeschlossen.
Mängelansprüche sind innerhalb von zwei Wochen nach Abholung schriftlich oder mündlich geltend zu machen. Der Auftragnehmer hat das Recht zur Nachbesserung. Schlägt die Nachbesserung fehl, kann der Auftraggeber Minderung des Preises verlangen.
Die Gewährleistungsfrist beträgt gemäß § 634a BGB zwei Jahre ab Abnahme der Werkleistung. Eine weitergehende Haftung, insbesondere für entgangenen Gewinn oder Folgeschäden, ist ausgeschlossen, soweit dies gesetzlich zulässig ist.
F. Eigentum und Obhutspflicht
Die übergebenen Kleidungsstücke bleiben Eigentum des Auftraggebers. Der Auftragnehmer übernimmt die Obhut für die Kleidungsstücke während der Bearbeitungszeit und bewahrt sie sorgfältig auf. Bei Verlust oder Beschädigung durch Verschulden des Auftragnehmers haftet dieser im Rahmen der unter Abschnitt E genannten Grenzen.
G. Datenschutz
Die im Rahmen der Auftragsabwicklung erhobenen personenbezogenen Daten (Name, Kontaktdaten, Auftragsinformationen) werden ausschließlich zur Abwicklung des Auftrags und zur Kommunikation mit dem Auftraggeber verwendet. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserer Datenschutzerklärung.
H. Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesen AGB ist Stuttgart, soweit der Auftraggeber Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.
Änderungen dieser AGB werden auf der Website bekanntgegeben. Die jeweils aktuelle Fassung ist maßgeblich.